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Heizkosten in den letzten Jahren um bis zu 25 Prozent gestiegen

16.11.2011, 2:01 Uhr | AFP, dpa-tmn

Geld vor einer Heizung
Die Heizung im Winter voll aufdrehen - das wird bald noch teurer (Foto: dapd)

Wohnungseigentümer und Mieter in Deutschland müssen für ihre Heizkosten immer tiefer in die Tasche greifen. Seit dem Jahr 2005 sind die Ausgaben für die häusliche Wärme um bis zu 25 Prozent gestiegen. Das zeigt eine Auswertung der bundesweiten Heizspiegel, die die gemeinnützige co2online GmbH jährlich veröffentlicht. Grund für den Kostenanstieg sind demnach vor allem die steigenden Energiepreise.

Verbraucher zahlen Hunderte Euro mehr

Kostete das Beheizen einer 70-Quadratmeter-Wohnung mit Heizöl 2005 noch durchschnittlich 720 Euro im Jahr, zahlten Haushalte 2010 im Schnitt 850 Euro. Das ist ein Plus von 18 Prozent. Verbraucher mit Erdgasheizungen mussten 2005 durchschnittlich 685 Euro aufbringen. 2010 waren es ebenfalls 18 Prozent mehr, nämlich 805 Euro. Bei Häusern mit Fernwärme fiel der Anstieg von 705 Euro auf 880 Euro mit 25 Prozent noch höher aus.

Deutsche wollen sparsamer heizen

Und weil die Heizkosten immer mehr das Portemonnaie belasten, will mehr als jeder zweite Deutsche einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa zufolge die Heizung diesen Winter weniger stark aufdrehen als bislang. Demnach gaben 57 Prozent der Befragten an, die Heizung nur noch in den Räumen anstellen zu wollen, in denen sie sich die meisten Zeit über aufhalten.

Dicke Pullover und Socken gegen Kälte

Jeder Dritte will demnach öfter einen dicken Pullover oder ein zweites Paar Socken anziehen, um Heizkosten zu sparen. Jeder Zehnte will sogar weniger lüften, um die Wärme in der Wohnung zu halten. 31 Prozent der Umfrageteilnehmer zeigen sich allerdings unbeeindruckt von steigenden Heizkosten: Sie wollen ihr Heizverhalten im Winter nicht ändern. Für die Umfrage im Auftrag der Comdirect Bank befragte Forsa Mitte Oktober 1005 Menschen zwischen 18 und 65 Jahren.

"Nur durch weniger Verbrauch an Heizenergie können Eigentümer sich und ihre Mieter langfristig von steigenden Energiepreisen unabhängiger machen", erklärte auch die Projektleiterin der Heizspiegel-Kampagne, Stefanie Jank. Angesichts der Preisentwicklung sei die energetische Modernisierung von Wohngebäuden wichtig.